Schreiben, das entlastet: Morgenseiten und Schöne-Momente-Buch

Wie ein Stift und ein Blatt Papier Ihren Kopf freimachen können

Wenn im Kopf alles durcheinanderläuft, kann Schreiben eine der einfachsten Entlastungen sein. Sie brauchen dafür nur Papier, einen Stift und ein paar Minuten. Dieser Beitrag gehört zu meinem Überblick: Zu gestresst? Was tun?. Wer tiefer in das Schreiben einsteigen möchte, findet mehr in meinem Artikel: Schreiben, das guttut.

Morgenseiten: den Kopf leeren, bevor der Tag beginnt

Persönlich liebe ich es, den Tag mit Morgenseiten zu starten. Jeden Morgen setze ich mich an den Tisch und schreibe alles auf, was mir im Geiste umherschwirrt. Danach fühle ich mich geklärt und gut und kann mit neuem Elan in den Tag starten.

Es ist eine schöne Übung, um alte Gedankenmuster und belastende Gedanken loszulassen. Wichtig dabei:

  • Schreiben Sie wirklich alles aus sich heraus, ohne auf Rechtschreibung oder Sinn zu achten.

  • Legen Sie danach das Papier weg und lesen Sie das Geschriebene nicht noch einmal durch.

  • Starten Sie dann wie ein unbeschriebenes Blatt in den Tag.

Das Abend-Journal: den Tag abschließen

Eine weitere Möglichkeit ist, abends den Geist zu leeren und aufzuschreiben, was am Tag geschehen ist. Manche nennen es Tagebuch, andere Journal. Entscheidend ist nicht der Name, sondern dass Gedanken einen Platz außerhalb des Kopfes bekommen. Das kann helfen, abends besser zur Ruhe zu kommen. Und es ist eine kleine „Me-Time“, in der Sie ganz bei sich sind.

Das Schöne-Momente-Buch: den Blick auf das Gute lenken

Wer sich motivieren und den Blick auf die schönen Dinge lenken möchte, dem empfehle ich ein Schöne-Momente-Buch.

Auf meinem Nachttisch liegt ein kleines, hübsches Büchlein. Bevor ich das Licht ausmache, schreibe ich jeden Abend drei schöne Momente auf, die ich an diesem Tag erlebt habe. Das hat zwei Vorteile:

  1. Sie gehen mit einem guten Gefühl ins Bett. Vor dem Einschlafen richten Sie die Aufmerksamkeit noch einmal auf das Schöne.

  2. Sie haben es schwarz auf weiß. An richtig schlechten Tagen können Sie im Büchlein blättern und sehen: Es gab und gibt viele wundervolle Momente. Oft vergisst man, wie viel Schönes man erlebt, und sieht hauptsächlich die schlechten Dinge.

Es müssen keine großen Ereignisse sein. Ein guter Kaffee, ein Lächeln an der Kasse oder die Sonne auf dem Balkon zählen genauso.

Ihr erster Schreibimpuls

Nehmen Sie sich heute fünf Minuten, einen Stift und ein Blatt Papier. Beginnen Sie mit dem Satz:

„Gerade geht mir durch den Kopf …“

und schreiben Sie, ohne abzusetzen, bis die Zeit um ist. Ob es Sinn ergibt, spielt keine Rolle. Wenn Ihnen eher nach etwas Schönem ist, schreiben Sie stattdessen: „Drei Dinge, die heute gut waren …“

Legen Sie das Blatt danach beiseite. Das war es schon.

Ein Gedanke zum Schluss

Papier ist geduldig. Es bewertet nicht, unterbricht nicht und braucht keine fertigen Sätze. Was Ihr Kopf nicht mehr halten muss, darf dort liegen bleiben. Und manchmal wird beim Schreiben klar, was einen schon lange beschäftigt, ohne dass man es sich eingestehen wollte.

Schreiben ist nur einer von mehreren Wegen, wieder zur Ruhe zu kommen. Wenn Sie lieber in Bewegung kommen, lesen Sie weiter: Natur, Waldbaden und Bewegung. Alle Wege im Überblick finden Sie hier: Zu gestresst? Was tun?

Sollten beim Schreiben Gedanken auftauchen, die Sie sehr belasten, können Sie sich gerne mit mir in Verbindung setzen. Manchmal ist ein Gegenüber das Beste, was man sich gönnen kann.

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